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Schlossruine Hartenstein
 
  
So wurde 1530 das bollwerkartige vordere Tor erbaut, 1572 wurde der
größte Teil im Renaissance-Stil umgebaut, 1584 wurde unter Hugo
II. die Kapelle geschaffen.
Im 19. Jhd. ließ Fürst Friedrich Alfred das Schloss neogotisch
umgestalten, genauer nach dem sogenannten "Tudorstil", einem englischen
Vorbild.
Nach dem 1. Weltkrieg ließ Fürst Aloys einen Teil davon
wieder zurücknehmen und die Räume im Obergeschoß nach altem
Vorbild restaurieren.
Am 17. April 1945 jedoch rollten die ersten amerikanischen Panzer in
Hartenstein ein und man musste, um nicht beschossen zu werden, die weiße
Flagge hissen. Am 20. April allerdings wurde das Gebäude von deutschen
Truppen umstellt, die noch einige Nachbarorte hielten. Ein Offizier der
Waffen-SS befahl: "Ihr Verräter, die Flagge muss weg!" und sperrte
alle im Brauereikeller ein. Fürstin Agathe kam die Treppe herunter
und beteuerte dem SS-Offizier, dass sie dies aufgrund ihrer Höhenangst
nicht tun könne, also holten Soldaten der Wehrmacht die Flagge vom
Turm.
Sofort kreisten Tiefflieger um das Schloss und gegen 13.15 Uhr stand
der Turm in Flammen, wenige Minuten später das ganze Schloss. Mit
aller Kraft versuchten die Schlossbewohner, das Personal und sogar die
Kriegsgefangenen das Feuer zu
löschen - vergeblich.Tote gab es glücklicherweise nicht,
obwohl das ganze Schloss mit Flüchtlingen vollgestopft war.
Am Morgen des 21. Aprils war nur noch ein rauchender Trümmerhaufen
des geschichtsträchtigen Schlosses übrig.
Später (bis 1970) wurde die Ruine als Freilichtbühne genutzt,
eine Tradition, an die wir gerne anknüpfen würden.
Dia Show
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