Eigenheim
 
 
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Dach und Dachtragwerk
Die Mittelpfetten, bestehen aus Konstruktionsvollholz, sind stark aufgerissen.
Der erste Sparren hangseitig auf der linken Seite ist verwunden. Im Firstbereich
wurden Knaggen von 10cm Breite und 2 cm Stärke beidseitig mit jeweils
5 Drahtstiften je Sparren eingebaut.
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| Dachanschluss |
Pfettendurchgang nach Reinigung |
Der für den Schornsteinfeger erforderliche Austritt unter dem Austrittsfenster
ist nicht vorhanden.
Mangelhaft sind die Risse in den Pfetten und die Verwindung des ersten
Sparrens.
Holz ist ein natürlicher Baustoff, der durch Wasseraufnahme und
–abgabe bestrebt ist ein hygroskopisches Gleichgewicht herzustellen. Dabei
kommt es zu Längenänderungen des Baustoffes. Werden diese wie
im vorliegenden Fall durch Einspannung und Auflasten verhindert, treten
innere Spannungen auf. Das Material kann die Spannungen nur bis zu einer
bestimmten Größe aufnehmen, dann kommt es zum Bruch. Die Risse
entstehen durch den Spannungsabbau.
„Will man zu große Längenänderungen durch Schwinden
und Quellen vermeiden, müssen nach dem Gesetz des hygroskopischen
Gleichgewichts die Hölzer mit einer Holzfeuchte eingebaut werden,
die dem Mittel der langjährig zu erwartenden relativen Luftfeuchtigkeiten
entspricht.“
Das Holz ist offensichtlich mit einer zu hohen Feuchtigkeit eingebaut
worden. Die Verwindung des Sparrens ist ebenfalls auf zu hohe Einbaufeucht
zurückzuführen. In diesem Fall hat die Einspannung nicht ausgereicht,
der Sparren konnte sich verwinden. |